„Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen.“
(William Faulkner, Requiem für eine Nonne, 1951)


Geschichte ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - sich mit Geschichte auseinanderzusetzen heißt keinesfalls, nur in das Gestern zu blicken, sondern stets, das Heute und Morgen mitzusehen.

Gegenwart:
Rassismus ist, leider, ein Phänomen, welches in Deutschland nach wie vor aktuell ist. Und damit ist nicht der gewaltbereite Rassismus einiger Minderheiten gemeint, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Er steckt, oft genug, in Werbung, Nachrichten, Bildungsmedien, Ämterstrukturen, Stammtischgesprächen, Witzen, Sprache, Erziehung, Konsumverhalten ... die Betroffenen können ein Lied davon singen.

Vergangenheit:
Wie konnte es dazu kommen, dass rassistische Ansichten so sehr in den Köpfen Verankerungen fanden?
Dies ist nicht ohne den (europäischen) Kolonialismus zu verstehen, der die Welt bis heute prägt.
Die Welt ... also auch Deutschland und seine Regionen und Städte. Städte wie Leipzig, deren Bedeutung als Handelsmetropole in engem Zusammenhang mit dem Kolonialismus steht. Die heute noch sichtbaren kolonialen Spuren in Leipzig sind dabei zahlreich.

Zukunft:
Um Rassismen zu bekämpfen, muss man sie sichtbar machen und ihre Ursprünge aufzeigen, Spuren nachgehen. Das koloniale Erbe der eigenen Stadt ins Bewusstsein zu holen, kann dabei ein Weg sein.


Dieses Projekt des Landesfilmdienst Sachsen e.V. strebt genau dies an und soll so dazu beitragen, eine Zukunft ohne Rassismus zu schaffen.



Abbildungen dieser website: Musikerviertel e.V.

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